Dein Licht kommt – 22. Dezember

Beim Propheten Jesaja scheint das Bild des Lichtes eng verknüpft mit der Gerechtigkeit. Hier geht es um die Stadt Jerusalem, Ausdruck der Sehnsucht nach der Friedensherrschaft Gottes. Wie weit ist das heutige Jerusalem von dieser Vision entfernt! Umso größer ist die Sehnsucht, dass eines Tages Gerechtigkeit und Friede herrschen mögen – wenn wir Sonne und Mond nicht mehr brauchen, weil Gott unser Licht ist.

Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz. […]

Ich setze den Frieden als Aufsicht über dich ein und die Gerechtigkeit als deinen Vogt. Man hört nichts mehr von Unrecht in deinem Land, von Verheerung und Zerstörung in deinem Gebiet. Deine Mauern nennst du „Rettung“ und deine Tore „Ruhm“. Bei Tag wird nicht mehr die Sonne dein Licht sein, und um die Nacht zu erhellen, scheint dir nicht mehr der Mond, sondern der Herr ist dein ewiges Licht, dein Gott dein strahlender Glanz. Deine Sonne geht nicht mehr unter, und dein Mond nimmt nicht mehr ab; denn der Herr ist dein ewiges Licht, zu Ende sind deine Tage der Trauer.

Jesaja 60,1-3 und 17b-20

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