Frag doch mal… nach dem Katechismus!
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Eigentlich wollte ich mich im Blog nicht zu „Köln“ äußern. Ich fand, an anderen Stellen wird kompetenter kommentiert. Aber inzwischen scheint jetzt doch eine Information bestätigt zu sein, die mich umgestimmt hat: Es scheinen in nennenswerter Anzahl Asylbewerber unter den Tätern zu sein. Ich formuliere das so vorsichtig und verzichte auch darauf, Details zu wiederholen, weil sich die Meldungen ja ständig widersprechen und ändern. Aber dieser Kern kann inzwischen wohl als gesichert gelten.

Ganz ehrlich: das hätte ich nicht für möglich gehalten!

Nicht etwa, weil ich ein naives, weltfremdes Schwesterlein wäre – wie mir aus rechtsradikalen Kreisen gerne mal vorgeworfen wird. Sondern weil ich von den Flüchtlingen ausgegangen bin, die ich kennengelernt habe: die leben nämlich in der existentiellen Sorge, ob sie hierbleiben dürfen oder in ihre Heimat zurückmüssen, wo jeden Tag (!) Bomben fallen. Ganz davon abgesehen: die christlichen Syrer, die wir beherbergen, sind ausgesprochen offen und freundlich, und haben keinerlei Probleme mit unserer Kultur (von wegen Frauenbild und so). Bei den muslimischen Flüchtlinge auf unserem Gelände ist das ein bisschen schwieriger – aber die trinken keinen Alkohol! (Soweit ich das beobachten kann)

Kurzum: Ich hatte an die „nordafrikanisch und arabisch aussehenden“ Täter sofort geglaubt, an die „frisch eingereisten Syrer“ muss ich mich erst noch gewöhnen. Das will mir einfach nicht in den Kopf!

Jetzt soll es also eine Demo geben, morgen in Köln.

Ich werde nicht hingehen. Denn was genau sollte ich da schon fordern?

Ich will nicht, dass Frauen vergewaltigt und beraubt werden. Ich will, dass wir uns frei bewegen können. Und ich will, dass die Polizei die dazu nötige Sicherheit auf deutschen Straßen und Plätzen gewährleistet. Aber ist das nicht trivial? Müssen wir dafür auf die Straße gehen? Soviel ich sehe, sind sich alle Verantwortlichen des Problems durchaus bewusst.

Ich will nicht, dass sich Ausländer kriminell oder auch nur respektlos verhalten. Sie sollen unsere Werte und Gesetze anerkennen. Deswegen will ich auch nicht mehr Asylanten im Land, als wir integrieren können. Aber wie viele sind das? Und wie schaffen wir Integration? Auch hier glaube ich, dass ich niemanden unter Druck setzen muss, damit es vorwärts geht. Den Druck haben alle Verantwortlichen längst.

Allerdings will ich auch nicht das Menschenrecht auf Asyl aufweichen oder einschränken. Wer politisch verfolgt ist, muss auch weiterhin in Deutschland Asyl bekommen. Und das macht es richtig schwierig. Wer hier eine Frau vergewaltigt, sollte doch nicht auf Kosten des deutschen Steuerzahlers im Gefängnis sitzen. Er kann sehr gut auch in seiner Heimat im Gefängnis sitzen. Schränkt das das Asylrecht ein? Ein bisschen. Doch ich vermute, dass sich diese Frage angesichts der Menge der Asylsuchenden bald nicht mehr stellen wird. Und auch hier muss ich keinen Politiker unter Druck setzen – ich bleibe morgen zu Hause.

1 Kommentar

  1. Christian sagt:

    Kann auch sein, dass feindliche Geheimdienste in unserem Land Unruhe saehen wollen. Habe die Russen im Verdacht. Wie sollte sich sonst so große Schleusserringe bilden um von der Türkei aus nach Griechenland Flüchtlinge zu schleußen. Ich tippe auf die Russen. Kann aber nichts beweisen. Alte Kalter Krieg destabilisierungs Taktik. Das ist der neue kalte krieg der da stattfindet. Die Russen haben von den Amerikanern gelernt.

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