Ich brauche… Gesundheit
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Ich brauche… Gemeinschaft
29. Februar 2016

Zur Zeit bin ich auf einer Tagung, dem Symposion für Ordenstheologie in Vallendar. Etwa 140 Brüder und Schwestern der verschiedensten Gemeinschaften treffen sich – zu Vorträgen, zu Workshops, zum Gebet, zum Bibelteilen, zu Diskussionen… In den Pausen ist natürlich auch Zeit zur Begegnung mit alten Bekannten (die auch schon mal lustiger sein können, wie das Bild zeigt).

Das Thema ist diesmal „Lebenskultur des Evangeliums in der Zerstreuung“ – und bisher ist es ziemlich spannend.

Ganz am Anfang wurde den Referenten die Frage gestellt:

„Was ist normales Ordensleben?“

Hier meine Lieblingsantworten:

  • wie Harry Potter mit seinem Umhang: nicht immer sichtbar, aber an vielen Orten präsent
  • man weiß nie, was hinter der nächsten Kurve kommt
  • aufstehen, beten, arbeiten, hinlegen
  • die Normalität ist das Ver-rückte

Ja, ich glaube, so ist normales Ordensleben!

4 Kommentare

  1. Ja, normales Ordensleben ist nichts anderes als normales Christ sein, ein ganz alltägliches Leben bewusst mit Gott, nur vielleicht noch eine Spur intensiver.

  2. Einfach nur schöööööön…

  3. Inzwischen bin ich wieder zurück. Ja, Monika, es war richtig schön! Und, Stefan Fleischer: genauso wie normales Christsein – ja und nein. So wie Sie es beschreiben: ja. Aber es ist schon eine eigene Berufung. Es ist ein anderer Weg, nicht besser oder schlechter, aber anders schon.

  4. Ja und nein. Die Frage ist wohl, was verstehen wir unter „normale Christen“. Ein Aphoristiker schrieb jüngst: Die „normalen Christen“ von heute sind schon längst keine normalen Christen mehr, manchmal nicht einmal mehr Christen.“ Soweit würde ich nicht gehen. Aber ich würde Kardinal Kurt Koch, damals noch Bischof, zustimmen: „Die Gottesfrage klopft an die Türen unserer Kirchen.“ Er meinte damit, dass wir „normalen“ Christen sehr oft Gott nicht mehr ernst genug nehmen – oder uns selber viel zu wichtig.

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