Pfingstnovene: Predigt
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Frag doch mal… nach der Güte
18. Mai 2016

Übrigens… An Pfingsten feiern wir den Geburtstag der christlichen Kirche. Als Jesus seine Jünger verlassen hatte, schickte er ihnen den Heiligen Geist, der gab ihnen Kraft und Mut, rauszugehen und in allen Sprachen mit den Menschen zu reden. Das ist der Anfang, damit breitet sich der Glaube an Jesus Christus über die ganze Welt aus. Das ist Pfingsten.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle, die gestern den freien Tag genossen haben, im Moment ganz damit einverstanden sind, dass die christliche Kirche unsere Gesellschaft prägt. Und an Christi Himmelfahrt auch. Und an Fronleichnam auch. Und am Ostermontag auch. Und an … – okay, ich hör ja schon auf.

Genießt einfach eure freien Tage. Und macht mal Pause mit eurer Jammerei über die Christen und ihre Einflussnahme auf unsere Gesellschaft.

 

7 Kommentare

  1. Persönlich finde ich diesen Text etwas unglücklich formuliert. Er kann missverstanden werden. Er kann bei Menschen, welche in ihrer Gottesbeziehung noch nicht gefestigt sind, den Eindruck erwecken, als könne man christliche Feiertage auch „gott-los“, das heisst losgelöst von Gott feiern. So aber können sie anfällig werden für die Werbung der Freidenker und Agnostiker: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Geniesse das Leben.“ Dabei verkünden wir Christen doch: „Es gibt einen, den einen, Gott. Geniesse das Leben mit ihm.“

    Übrigens, den gleichen Eindruck erweckt es – immer nach meiner persönlichen Meinung – wenn wie bei uns am Pfingstmontag, dem Nachheiligtag, wie er früher genannt wurde, überhaupt kein Gottesdienst gefeiert wurde (wie an jedem Montag, wo der Herr Pfarrer seinen freien Tag hat).

    • Lieber Herr Fleischer, das ist nun mal eine gesellschaftliche Realität: Viele Menschen begehen die christlichen Feiertage, ohne an Gott zu glauben. Das kann man bedauern. Ich bin aber längst an einem anderen Punkt: mir geht es um die Frage, ob die Menschen, die nicht an Gott glauben, wenigstens noch wissen, wie sehr unsere Gesellschaft denn vom Christentum geprägt ist. Es gibt Stimmen, die das durchaus mit einer gewissen Aggressivität leugnen, und das häufig ziemlich dumm. An die wende ich mich, wenn ich darauf hinweise, dass auch Menschen, die die christlichen Kirchen massiv kritisieren, ständig von ihren profitieren – z.B. an den kirchlichen Feiertagen.
      Den Gläubigen muss ich das nicht erzählen, sie wissen hoffentlich, was sie an den Feiertagen haben, denn sie kennen ja ihre Bedeutung.

  2. Feiertage sind was schönes. Und ich hab an diesem Pfingstmontag einfach wirklich für mich gefeiert. bin gar nicht aus dem Haus gegangen, habe aufgeräumt und ein bissl gearbeitete und… die Weichen für ein neues Leben gestellt… war auch gut… Feiertage geben Muße und Ruhe zur Reflexion und Rekreation… Das mach ich aber auch an staatlichen Feiertagen…

  3. Liebe Schwester Barbara. Dass Sie das den „Gläubigen“ nicht erzählen müssen, da bin ich mir nicht so sicher. Meine Erfahrungen sind anders. In meinem Bekanntenkreis, bei vorwiegend „christlichen“ Menschen, ist der Inhalt unserer christlichen Feste längst nicht mehr überall auch nur einigermassen klar. Und dass der zweite Feiertag die Wichtigkeit des entsprechenden Festes für unseren Glauben hervorheben und zu einer intensiveren Feier des entsprechenden Geheimnisses einladen will, das scheint zum Teil nicht einmal mehr das „Bodenpersonal Gottes“ intus zu haben. Vielleicht sehe ich zu schwarz. Aber ich bin der Ansicht, eine bessere Verkündigung könnte ganz sicher nicht schaden.

    • Da stimme ich Ihnen zu, nur war das hier nicht mein Thema. Ich schreibe ja öfter in dem von Ihnen genannten Anliegen; die Reihe „Frag doch mal die Schwester“ ist letztlich daraus entstanden. Aber ein anderes meiner Themen ist halt die zunehmend aggressive Säkularisierung unserer Gesellschaft durch Menschen, die nicht einfach gleichgültig sind, sondern die das Christentum aktiv ablehnen. Das ist noch einmal etwas anderes als ein braver Kirchgänger, der am zweiten Feiertag zu Hause bleibt, weil es in seiner Pfarre keine Messe mehr gibt, oder weil er halt findet, dass der Sabbat für den Menschen da ist und nicht umgekehrt.

  4. Jetzt, wo ich die Kommentare gelesen habe, frage ich aber auch: Darf man Weihnachten feiern, ohne an Gott zu glauben?

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