Bote sein
4. Juli 2016
Demokratie üben
8. Juli 2016

Heute hatten wir ein Dankeschön-Eisessen mit unserem Kinderdorfrat. Wir sind fünf Jugendliche und vier Erwachsene (eigentlich steht in den Statuten „drei Erwachsene und eine Schwester“) und haben jetzt fast zwei Jahre lang als Mittler zwischen den Kindern, bzw. Jugendlichen und der Leitung des Kinderdorfes fungiert. Weil das so gut geklappt hat, hat der Kidoleiter uns ein fettes Eis spendiert. Wir mussten zwar auch heute noch ein bisschen arbeiten, denn übermorgen ist die Kinderdorfvollversammlung, aber es war auch noch genug Zeit für das Eis.

Bei der Gelegenheit habe ich ein neues Wort gelernt. Eins der Mädels erzählte nämlich zwischendurch von ihren Ferienplänen: „…und dann mach ich mir ein chilling.“

Ich meine: „Ich chille“ kenne ich natürlich, aber „ein chilling machen“? Meint vermutlich so ziemlich dasselbe, aber weiß man’s? Ich habe mich dann doch getraut nachzufragen, in ihren Augen bin ich ja eh eine Oma. Und tatsächlich hatte ich die Fremdsprache richtig erfasst. Wenn ich also demnächst in Urlaub gehe und mich faul in die Sonne lege, weiß ich, dass ich mir keine schöne Zeit mache – sondern ein chilling!

2 Kommentare

  1. Klaus Esser sagt:

    Die Kids haben das Eis verdient – und die Erwachsenen natürlich auch! Immerhin setzen sie sich für die Gemeinschaft ein. Danke dafür!

  2. Danke! Wir haben auch mächtig zugeschlagen. Immerhin hätten wir ja auch ins Phantasialand gedurft, das hat nur terminlich nicht geklappt. Also haben wir uns redlich bemüht, den Eintrittspreis in Eis umzusetzen.
    Im Ernst: ich finde den Kidorat super! Jeder kann mitmachen, aber es ist gar nicht so einfach, Freiwillige zu finden. Und man kommt mit der Umsetzung seiner Wünsche auch ganz schnell an Grenzen. Trotzdem lohnt es sich – sonst bestimmen andere über mich. Letztlich üben wir hier Demokratie! Deshalb achte ich auch so darauf, dass die Wahlen ernst genommen werden.
    Ich gerate ins Schwärmen. Vielleicht wäre das mal einen eigenen Artikel wert…

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