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Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Deshalb gibt es jetzt einen Vorgeschmack auf die Bildergalerie, die demnächst auf unsere homepage kommt:

Pforte der Barmherzigkeit 1Wenn man in Montferrand um die große Kapelle herumgeht, dann wird man einen Gang entlang zur Pforte der Barmherzigkeit geführt.

Im Jahr der Barmherzigkeit hat der Papst an den verschiedensten Orten der Welt Kirchen- und Kapellentüren zu solchen Pforten erklärt – und die Tür zur Kapelle von P. Lataste musste einfach dabei sein.

Wie das in Bethanien so ist, ist diese Pforte mit Blumen geschmückt! Aber nicht mit irgendwelchen Blumen, sondern mit Papierrosen eines Dominikanerlaienbruders von Bethanien aus dem Gefängnis in Norfolk, USA. Ich hatte gestern schon darüber geschrieben. Ein ganzer Strauß davon steht auch neben der kleinen Statue von P. Lataste am Eingang der Kapelle.

Wenn man die Kapelle dann betritt, fällt der Blick sofort auf das Grab des Seligen. Es ist immer mit Blumen geschmückt. Jetzt zum Fest sind sie natürlich besonders prächtig und von einer unserer Schwestern gestaltet. Aber auch sonst ist es nie ohne Blumen, denn immer wieder kommen Grab 1Pilgergruppen, um hier zu beten. Sie bringen diese Blumen mit, aber auch Gebetsanliegen in Briefumschlägen. Für die Umschläge gibt es eine eigene Vertiefung im Boden. Wenn die voll ist (und nach drei Festtagen war sie voll), nehmen die französischen Schwestern sie mit in ihre Fürbitten auf (ohne sie zu öffnen) und vernichten sie anschließend.Grab 2

Drei Tage lang war fast durchgehend jemand von uns in dieser kleinen Kapelle. Als wir abreisten, wartete vor der Haustür eine Gruppe mit Jugendlichen unter der Leitung eines Dominikaners – Pilger, die zum Grab des Seligen Pater Lataste wollten. Blumen hatten sie nicht mit, aber bestimmt einiges auf dem Herzen. Es ist gut, dass das Grab jetzt öffentlich zugänglich ist. So viele Menschen lassen sich anrühren von P. Latastes Botschaft der unbedingten Liebe und Barmherzigkeit Gottes. Aber in unserer unruhigen und hektischen Zeit ist es schwer geworden, auf Gott zu hören. Deshalb brauchen wir Orte der Stille, die uns helfen mit dem in Kontakt zu treten, der jenseits von Raum und Zeit ist.

In den nächsten Tagen folgen dann Bilder zu anderen Themen…

3 Kommentare

  1. Diese Orte braucht man auf jeden Fall. Nur sind sie gelegentlich schwer zu finden.

  2. Unsere Kapelle ist tagsüber offen, aber viele Kirchen müssen geschlossen bleiben. Das finde ich schlimm, auch wenn ich es manchmal verstehen kann.

  3. Ich finde es wirklich schade, dass die meisten Kirchen nur für Gottesdienste öffnen. Wenn ich unter der Woche mal eine offene Kirche brauche, muss ich dafür eigentlich immer in der Großstadt sein. Und selbst da wirds schon schwierig.

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