150 Jahre – Friedhof mit Kuriositäten

Auf dem Friedhof unserer französischen Schwestern gibt es zwei Kuriositäten. Jubiläum Mont 1

Zum einen ist das zentrale Grab leer. Die drei Gräuber, auf die man zuläuft, sind von unserem Gründer Pater Lataste, unserer Gründerin Mutter Henri Dominique und einem weiteren Priester, dem Nachfolger von P.Lataste. Dieses Grab ist schon die zweite Ruhestätte für unseren Stifter, denn er ist in Frasne gestorben und wurde exhumiert, als die Schwestern ein Jahr später umzogen und das richtige Mutterhaus bauten.

Jubiläum Mont 3Einmal umziehen ist ja okay, aber dann wurde 1937 der Seligsprechungsprozess eröffnet. Da holten die Schwestern Pater Lataste lieber in die Kapelle. Deshalb ist das mittlere Grab jetzt leer. Aus der Kapelle musste er dann auch noch einmal umziehen, nämlich als er dann tatsächlich seliggesprochen wurde, 2012. Da kam er in eine Seitenkapelle, in die man auch außenherum gehen kann, so dass die Pilger nicht durch die Klausur der Schwestern müssen. Und es kommen viele Pilger!Jubiläum Mont 4

Die andere Kuriosität auf diesem Friedhof ist mir sehr lieb. Es ist ein Blumentopf als Gedenken an eine einzelne Schwester. Eigentlich sind die Gräber der normalen Schwestern alle gleich und unauffällig, aber dieses eine ist herausgehoben. Warum?

Es handelt sich um die kleine Schwester Noel, die erste Schwester, die aus dem Gefängnis kam, bevor sie in Bethanien Ordensfrau wurde. Sie ist sozusagen unser Prototyp, sie erinnert uns daran, wofür wir gegründet sind. Hätte P.Lataste nicht sie und ihre Leidensgenossinnen kennengelernt, hätte er nicht ihren tiefen Glauben erkannt und ihren Wunsch, ihr Leben Gott zu weihen – es gäbe Bethanien heute nicht.

Als wir in der Vesper Kerzen auf die Gräber gestellt haben, hat die kleine Schwester Noel besonders viele bekommen.

 

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