November-Ereignisse

Der neunte November, also heute, wäre ja um ein Haar unser Nationalfeiertag geworden. Weil 1989 die Bürger der DDR in ihrer mutigen und friedlichen Revolution genau an diesem Tag die Mauer zu Fall brachten – und damit ihre Regierung.

Aber das Datum war schon mehrfach besetzt, unter anderem mit der Novemberrevolution von 1918 und vor allem mit der Pogromnacht von 1938. Da haben Kanzler Kohl und Kollegen lieber einen anderen Tag gesucht, man wollte nicht Trauergedenken und Jubelfeiern mischen.

In diesem Jahr bin ich besonders froh darüber. Denn als ich heute morgen Radio gehört habe, war mir nicht zum Jubeln. Ich weiß nicht, was die Wahl der USA für die Welt bringen wird. Aber während ich darüber nachdenke, fallen mir wieder die DDR-Bürger ein: Unterschätzen wir nicht das Volk. 1989 haben die Bürger in friedlichen Demonstrationen die Freiheit erzwungen. Auch in den USA hat jetzt das Volk entschieden und sich in einer regulären Wahl für einen Kandidaten entschieden. Und, nun ja, wer sich der Demokratie verpflichtet fühlt, der nimmt das Volk ernst und erkennt eine solche Wahl an, egal ob er gewinnt oder verliert.

Bild: pixplosion@pixelio.de

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