Adventstour mit Demut

Gestern hatte ich an dieser Stelle schon darüber geschrieben, dass wir einander dienen sollen. Abends las dann eine Schwester das Tischgebet vor:

„Herr, unser Gott, dein Sohn Jesus ist gekommen, um sich… bedienen zu lassen, nicht um…. äh… zu dienen“

Alle mussten lachen, denn natürlich ist der Text genau umgekehrt: Jesus ist NICHT gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. Aber das ist halt so ungewöhnlich und eigentlich unglaublich, dass man sich auch nach 60 Jahren im Kloster schon mal vertun kann.

Es hilft aber nicht: Wenn wir an Weihnachten das Kind in der Krippe sehen, dann feiern wir, dass Gott sich selber klein und hilflos macht, dass er seine Macht aufgibt, dass er sich mit den Dienenden solidarisiert statt mit den Herrschenden. Uns zum Vorbild.

 

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