Fastenvorsätze
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Du hast die Wahl
29. März 2017

Neulich hatten wir „feuchte Chorprobe“, d.h. die Geburtstagskinder des letzten Monats geben einen aus. Das war sehr lustig, natürlich wurde viel gesungen und gelacht, und anschließend haben wir die (wenigen) Reste aufgeteilt. Ich durfte eine kleine Dose gemischtes Knabberzeug mitnehmen.

Bevor ich sie in den allgemeinen Schrank stelle, wollte ich noch mal ein bisschen davon naschen – natürlich streng nach meiner Fastenregel der Achtsamkeit. Aber es stellte sich heraus, dass das ganz schön schwierig ist. Einen einzelnen Brotchip nehmen, ist schon ungewohnt (schon das Wort gibt es ja eigentlich nur im Plural: Chips!). Ihn bewusst zu essen, ohne dabei schon wieder die Finger in der Dose zu haben und an den nächsten zu denken, ist fast unmöglich. Denn dieses ganze Knabberzeug ist ja voller Appetitanreger, damit man nicht aufhört. Aber genau das ist das Wesen der Kontemplation: den Augenblick wahrnehmen, darin verweilen, ohne sich in Gedanken schon mit der Zukunft zu beschäftigen.

Ein paar Minuten lang habe ich tapfer versucht, jede Nuss und jeden Chip mit voller Aufmerksamkeit zu genießen – aber ehrlich? Das macht keinen Spaß! Es war richtig anstrengend, und bald habe ich es lieber ganz gelassen. Brotchips und Makadamia-Nüsse sind definitiv vom Wesen her nicht kontemplativ!

 

1 Kommentar

  1. Stimmt… Ich hab Brot und Nüsse in contemplatio hab ich auch noch nie gesehen … Und das mit Brotchips, das ist echt schlimm, kann ich bestätigen… Da hatte ich auch mal so eine Erfahrung….

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