Sister ist wieder da – strahlend weiß!

Hallo, da bin ich wieder! Ihr habt euch bestimmt schon gewundert, wo ich stecke.

Nach dem Generalkapitel musste ich erstmal durchschnaufen und einiges sortieren – nicht nur Akten sondern auch Gedanken und Gefühle. Die Sr. Barbara, die jetzt in der Generalleitung ist, war sich nicht so sicher, ob sie überhaupt noch weiter bloggen soll. Aber die Sr. Barbara, die sich hinter Sister verbirgt, die wollte einfach keine Ruhe geben. Jetzt werden die beiden versuchen, einen modus vivendi zu finden, im Zweifel hat hier Sister das Wort.

Fürs erste war Waschtag angesagt: Sisters Habit war sowas von dreckig! Weiß ist ja schön, aber unpraktisch. Aber so ist das halt mit Traditionen: du machst sie mit, auch wenn es manchmal aufwändig oder lästig ist. Sie haben ja auch einen gewissen Sinn, eine Bedeutung, einen Wert. Als der Heilige Dominikus den weißen Habit vor 800 Jahren eingeführt hat, war das ungefärbter Wollstoff – also billig! Die Brüder und Schwestern sollten einfach gekleidet sein. Das sind wir heute im weißen Habit natürlich nicht mehr. Deshalb tragen wir ihn ja im Alltag auch nicht mehr so oft. Unsere Schwestern in den Kinderdörfern z.B. müssen nicht lange überlegen: bei den Kindern ist Zivilkleidung angesagt, nicht nur aus praktischen Gründen, sondern vor allem, damit man den Kindern nicht auf einen Kilometer ansieht, dass sie bei Schwestern aufwachsen. Verständlich, oder?

Aber dann – schwupps – bist du als Ordensfrau nicht mehr erkennbar. Auch nicht so toll. Denn gerade in unserer Gesellschaft verliert die Kirche ja mehr und mehr an Gesicht. Manche möchten glauben, fühlen sich dabei aber allein. Vielleicht ahnen sie sogar eine geistliche Berufung, finden aber keinen Ansprechpartner – das kann ja wohl nicht sein!

Sister hat zum Glück kein großes Problem: in der Öffentlichkeitsarbeit ist der Dresscode klar.

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