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Sister und der schwarze Hund
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Es ist mal wieder soweit: ich packe meine Koffer, bzw. meine Umzugskartons.

Seit sechs Jahren lebe ich jetzt in Schwalmtal am Niederrhein und fühle mich hier sehr wohl. Aber es gibt eine ganze Reihe von Gründen (die ich hier nicht alle erläutern kann), die nach und nach zusammenkamen und schließlich dazu führten, dass sich die Generalleitung einig war: wir haben mich nach Bergisch Gladbach-Refrath versetzt.

Ich kenne den Konvent und das Kinderdorf dort ziemlich gut. Immerhin habe ich Bethanien durch Refrath kennengelernt. Da war ich Erzieherin, bevor ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, in den Orden einzutreten! Dann habe ich in dieser Gemeinschaft meine Kandidatur gemacht, damals noch als „Frau Offermann“, bevor ich zum ersten Mal versetzt wurde – in den Ausbildungskonvent.

Das alles ist lange her. Und es hat sich viel verändert.

Natürlich bin ich immer noch Erzieherin, aber die Kinder, die ich damals kannte, leben längst nicht mehr im Kinderdorf. Manche kommen als Erwachsene zu Besuch, dann erkennen wir uns auch noch und tauschen Erinnerungen, aber da ich nicht Kinderdorfmutter geworden bin, waren unsere Beziehungen nie so eng. Drum sind es heute nicht mehr „meine“ Kinder. Es gibt auch nur noch wenige Erwachsene, die mich noch von damals kennen. Die sind mir natürlich sehr lieb, aber keiner von ihnen ist noch derselbe wie damals – ebensowenig wie ich.

An den Gebäuden wurde manches erneuert und umgebaut, immer wieder bin ich positiv überrascht. Das Dorf und der Wald scheinen noch weitgehend dieselben zu sein, aber beide sind mir fremd geworden. Die Oberfläche kenne ich gut, aber bis ich wieder bis in die Poren mit allem vertraut bin, wird es wohl dauern. Verändert wurde auch die Einflugschneise des benachbarten Flughafens: früher habe ich nie Flugzeuge landen hören. Um Mitternacht! Na, egal, wird schon gehen.

Völlig neu ist, dass ich in der Pfarrgemeinde arbeiten soll und will. Ab dem ersten September habe ich eine Stelle als „Ordensschwester in der Pfarrseelsorge“. Ich bin schon sehr gespannt, was das in der Praxis im Einzelnen bedeuten wird und werde natürlich darüber berichten. Allerdings weiß ich nicht, wie viel Zeit mir künftig noch für dieses Blog bleibt. Das ist einer der vielen Punkte auf der Liste mit der Überschrift „warten wir mal ab, wie es sich einspielen wird“.

In drei Wochen ziehe ich um. Bestimmt poste ich bis dahin noch das ein oder andere Umzugsbild. Heute gibt es erstmal Bilder von meinem neuen Zuhause.

5 Kommentare

  1. Liz sagt:

    Alles Gute und Liebe für die neuen Aufgaben, die auf dich warten. LG Liz

  2. Schluck… Flugzeuge um Mitternacht… und viel Beton… Ich wünsche einen gute Übersiedlung…

  3. Danke für die guten Wünsche! Ja, die Flugzeuge fand ich auch erstmal gewaltig, aber ich bin glücklicherweise nicht sehr lärmempfindlich, so hoffe ich, dass ich mich daran gewöhnen werde. Beton? Die gute, alte Böhm-Architektur! Sie hat was… Und drum herum ist der riesige Königsforst. Der Betonbau hat teilweise extrem große Fenster, durch die man viel ins Grüne gucken kann. Es ist schon schön da.

  4. Cäcilia Middelberg sagt:

    Du schaffst das alles schon. Du bist ehrgeizig, fleißig und hast gute Ideen . Ich wünsche dir nur das Beste. Cäcilia

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