Juniorat
Einkleidung

Schwester werden

Jede, die in unserer Gemeinschaft Schwester werden möchte, ist grundsätzlich willkommen. Egal, welche Ausbildung, welche Fähigkeiten und welche Interessen Sie mitbringen.

Wichtig ist auch nicht, wie alt oder jung Sie sind, wie dick oder dünn, was Sie bisher getan haben oder woher Sie kommen. Einzige unverzichtbare Voraussetzungen sind eine stabile psychische Gesundheit (sonst wird das Gemeinschaftsleben zur Qual) und der Wunsch mit uns zusammen Gott zu entdecken und den Menschen Seine befreiende Liebe erfahrbar zu machen.
Außerdem sollten Sie Frau und katholisch sein und sich mit den Grundhaltungen der Gemeinschaft, wie sie unter „Unsere Aufgaben” beschrieben sind, identifizieren. Wenn das so ist, kommen Sie uns besuchen. Schauen Sie sich an, ob Sie das, was hier so schön beschrieben ist, auch in der Wirklichkeit wiederfinden können.

Schreiben Sie an Sr.Judith@bethanien-op.org
Oder rufen Sie mich einfach an: 06123/696-86

Ihre Sr. Judith

Der Weg der Ausbildung:

4 Monate bis 2 Jahre Kandidatur

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Die Ordensausbildung beginnt mit einer Kandidatur von mindestens vier Monaten bis zu zwei Jahren in einer unserer konkreten Gemeinschaften. In dieser Zeit können Sie prüfen, ob die erste Begeisterung anhält, wenn Sie die Schwestern im konkreten Alltag erleben. Auch wir werden schauen, ob es sich mit Ihnen leben lässt. Kandidatinnen sind keine Mitglieder der Gemeinschaft und daher noch sehr frei in dem, was sie mitmachen wollen, und was nicht. Eingeladen sind sie zum gemeinsamen Beten und Essen und zu den Freizeitaktivitäten der Schwestern. Auf jeden Fall wohnen sie mit den Schwestern zusammen in einem Haus, werden durch eine Schwester eingeführt und begleitet und haben einen klar definierten Arbeitseinsatz. Manche machen in dieser Zeit noch ihre Ausbildung fertig oder gehen ihrem Beruf nach, andere arbeiten in einem Projekt der Gemeinschaft – das hängt davon ab, wie es sich räumlich organisieren lässt.
Wenn Sie in der Zeit der Kandidatur feststellen, dass das Leben in Bethanien auch Ihre Berufung sein könnte – und die Schwestern derselben Meinung sind – beginnen Sie das Postulat.

6 Monate bis 2 Jahre Postulat

Der Postulatsbeginn ist der offizielle Eintritt in die Gemeinschaft und der Beginn der eigentlichen Ausbildungszeit. Diese erste Phase wird noch sehr individuell gestaltet. Sie ist darauf ausgerichtet, ein Fundament für die spirituelle Formation des Noviziates zu legen: Im Unterricht werden Grundkenntnisse des christlichen Glaubens notfalls ergänzt, es gibt erste Einführungen in Ordenstheologie und –geschichte, eine Einführung in unsere Gebetspraxis, regelmäßige Reflexionsgespräche mit der Postulatsbegleiterin und auch praktische Einsätze, um die eigenen Fähigkeiten zu testen und Grenzen zu erweitern.

Juniorat
Wenn die Postulantin so weit ist, dass sie die eigentlich geistliche Ausbildung des Noviziatesbeginnen möchte, fragt sie wieder die Schwestern, ob diese damit einverstanden sind. Möglicherweise findet die Gemeinschaft es zu früh, dann muss die Postulantin noch warten. In der Regel aber hat sich das Miteinander schon so weit eingespielt, dass beide Seiten spüren: Es ist Zeit für einen nächsten Schritt.

2 Jahre Noviziat

Das Noviziat dauert zwei Jahre.

Einkleidung

Das erste Jahr ist das vom Kirchenrecht vorgeschriebene sogenannte „kanonische Jahr”, das ausschließlich der geistlichen Ausbildung gewidmet ist. Novizinnen im kanonischen Jahr dürfen gerade einmal vier bis fünf Stunden am Tag einer praktischen, meist hauswirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen, die ihre Aufmerksamkeit nicht über diese Zeit hinaus bindet. Die Konzentration in diesem Jahr liegt auf der eigenen Gottesbeziehung und der Reflexion des eigenen Verhältnisses zu den Menschen. Dem dienen Unterricht, Teilnahme an den Gottesdiensten der Gemeinschaft, feste Zeiten für eigene Meditation und persönliches Gebet, regelmäßige Gespräche mit der Novizenmeisterin und Austausch und gemeinsame Unternehmungen mit den anderen Novizinnen.

Im zweiten Noviziatsjahr stehen wenigstens zwei längere Praktika an.

Darin kann die Novizin ausprobieren, was nach dem Noviziat ihr Arbeitsfeld sein könnte. Vor allem jedoch lernt sie, das intensive geistliche Leben des ersten Jahres nun mit Arbeit und den Ansprüchen des Gemeinschaftslebens zu verbinden. Entscheidet sich die Novizin, in dieser Gemeinschaft zu bleiben und das Leben hier verantwortlich mitzugestalten, bittet sie um Zulassung zur Bindung an die Kongregation.

Zeitliche Bindung für jeweils drei Jahre (kann bis zu drei Mal abgelegt werden)

BindungDie Bindung wird jeweils für drei Jahre abgelegt und ist ein rechtlich bindender Akt. Eine Schwester mit zeitlicher Bindung nimmt an allen Besprechungen der Gemeinschaft teil, bringt sich mit allen ihren Fähigkeiten ein und genießt aktives Wahlrecht auf allen Ebenen.

Die ersten drei Jahre der Bindung gehören noch zur Ordensausbildung. In dieser Zeit wird die junge Schwester noch intensiv begleitet, wobei vor allem darauf geachtet wird, dass sie in den Anforderungen von Gemeinschaft, Arbeit und geistlichem Leben ihr Gleichgewicht findet und bewahrt. Danach ist die Ausbildungszeit vorbei und die Schwester entscheidet, ob sie noch Zeit für ihre endgültige Entscheidung braucht und die Bindung erneuert (das kann sie noch zwei Mal), oder ob sie sich in der Ewigen Profess ganz Gott weihen und der Gemeinschaft zur Verfügung stellen will.