Dein Licht kommt – Heiligabend

Heute ist Weihnachten. Naja, heute morgen ist natürlich noch eine Menge zu tun und vorzubereiten. Aber heute Abend…

Früher wurde ja am ersten Feiertag beschert. Da war eigentlich erst am 25. so richtig Weihnachten.

Als ich ein Kind war, war der magische Moment, wenn mein Vater im Wohnzimmer das Glöckchen läutete. Wir hatten den Baum gemeinsam geschmückt, aber den letzten Zauber, die Geschenke aufbauen, Licht aus und die (echten) Kerzen an, das machte er, da mussten wir draußen warten – und mit dem Glöckchen war Weihnachten.

Eine Mitschwester sagte: „Weihnachten beginnt für mich, wenn ich im Büro an dem Punkt bin: ‚alles, was jetzt noch kommt, kann warten.'“

Eine Erzieherin vom Kinderdorf, mit der ich jetzt schon öfter die Christmette vorbereitet habe, sagt: „Als letztes Lied singen wir ‚Stille Nacht‘, sonst ist für mich nicht Weihnachten!“

Ein befreundeter Priester sagte: „Ich will eigentlich nur so gut wie möglich die vielen Gottesdienste feiern. Die Erwartung, selber Weihnachten zu haben, habe ich irgendwann aufgegeben. Seitdem geht es mir viel besser.“

Seit ich im Kloster bin, geht es mir ähnlich. Heute stellt sich das Weihnachtsgefühl bei mir am ehesten ein, wenn ich am 24. mittags die Vorbereitungen soweit möglich abgeschlossen habe und meinen frischen Habit für die Vigil anziehe.

Und Du? Und Sie? Wann beginnt Weihnachten? Und was ist dafür nötig?

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