Frag doch mal… nach der Taufe des Herrn!

„Frag doch mal die Schwester“, Teil 4:

Was bedeutet eigentlich „Taufe des Herrn“?

Diese Frage kam im Zusammenhang mit unserer Rede über das Ende der Weihnachtszeit auf.

„Taufe des Herrn“ feiern wir nämlich immer am ersten Sonntag nach dem 6. Januar, als Abschluss der Weihnachtszeit. Gemeint ist die Taufe Jesu, und die Szene, um die es geht, wird in mehreren Evangelien beschrieben: Johannes der Täufer ist mit seinen Jüngern am Jordan. Er tauft dort die Menschen als Zeichen der Buße und Bekehrung von den Sünden. Er wartet auf den Messias, den von Gott gesandten Retter. Jesus geht zu ihm und will wie alle anderen getauft werden, stellt sich sozusagen in die Warteschlange.

Viel später wird Johannes Jesus fragen, ob er der Messias ist, aber jetzt ahnt das noch niemand. Jesus ist ein Nobody. Johannes kennt ihn zwar schon, denn sie sind verwandt. (Seine Mutter Elisabeth ist eine Kusine oder so was ähnliches von Maria, der Mutter Jesu.) Aber noch hat Jesus nicht begonnen, in der Öffentlichkeit aufzutreten.

Das kommt jetzt.

Als Jesus nämlich in den Jordan runtersteigt, öffnet sich der Himmel, und eine Stimme sagt: „Dies ist mein geliebter Sohn. Hört auf ihn.“ Die Stimme Gottes? So wird es jedenfalls berichtet. Genau wissen wir das natürlich nicht, aber dass diese Taufe stattgefunden hat, ist ziemlich sicher. Es war nämlich für die junge christliche Gemeinde eigentlich ein bisschen peinlich, dass Jesus sich da so klein machte. Das hätten sie bestimmt nicht dazu erfunden.

Jedenfalls ist die Taufe Jesu sozusagen der Startschuss für sein öffentliches Wirken – und deshalb schließt dieses Fest heute auch den Weihnachtsfestkreis. Ab Montag ist in der Kirche wieder liturgischer Alltag.

Wenn ihr eine Frage für „Frag doch mal die Schwester“ habt, schickt sie einfach an >sr.barbara@bethanien-op.org<!

Bildquelle: Dieter Schütz@pixelio.de

Kommentar verfassen