Fairtrade

In unserer dritten Frühschicht ging es um Lebensmittel. Inzwischen haben wir die Unterlage vervollständigt: die Welt ist jetzt rund.
Europa wirkt plötzlich so winzig. Und doch wird überall auf der Welt alles mögliche für den europäischen Markt produziert: Kleidung, Unterhaltungselektronik, Lebensmittel.
Die Wege, die z.B. so eine Banane zurücklegen muss, bis sie in unserem Supermarkt landet, sind enorm. Die Umweltbelastung, die dabei entsteht, ist es auch. Nun wollen wir niemandem seine morgendliche Banane ausreden – aber müssen wir wirklich Äpfel aus Neuseeland essen? Oder Erdbeeren im Winter? Und kann man einem Lebensmittel ansehen, ob es mit irgendwelchem Gift gespritzt ist? Oder ob Kinder an der Ernte beteiligt waren?
Die Jugendlichen hatten natürlich sofort verstanden und brachten selber Beispiele. Und wieder ging es uns nicht darum, schwarz zu malen, sondern darum, die Alternative aufzuzeigen. Beim gemeinsamen Frühstück gibt es ja auch jede Menge leckere Sachen mit Gepa- oder Transfair-Siegel.
Eine Jugendliche sagte wohl auch ganz klar: „die Biosachen sind immer teurer.“ Damit hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen.
Woher das kommt, haben wir jetzt geklärt. Aber damit ist das Problem noch nicht gelöst. Unsere Jugendlichen gehören nicht zu den Menschen und werden nie dazu gehören, die sich locker mit Öko eindecken können, ohne dass es ihnen weh täte. Aber die Fastenzeit dauert ja noch in bisschen. Wir haben noch zwei Frühschichten, um darüber nachzudenken.

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