Ich brauche… etwas zu trinken

Oh Mann, jetzt brauch‘ ich einen Kaffee!

Schon am Nachmittag des Aschermittwoch habe ich jammernd (wenn auch augenzwinkernd) gefragt, ob die Fastenzeit nicht bald vorbei sei. Ich hatte definitiv Entzugserscheinungen. Und das, obwohl ich inzwischen gelernt habe, dass ich besser durchhalte, wenn ich mir morgens eine kleine Tasse Kaffee erlaube und nur am Rest des Tages darauf verzichte. Das allein ist anfangs schon schwer – so richtig schwer!

Jedes Jahr mache ich das so. Jedes Jahr wird der Verzicht von Woche zu Woche leichter. Jedes Jahr überlege ich an Ostern, ob ich wirklich wieder von Tee auf Kaffee umsteigen soll. Und jedes Jahr denke ich mir: Du hast dir das Richtige ausgesucht!

Denn natürlich brauche ich keinen Kaffee. Niemand braucht wirklich Kaffee! Es ist einfach eine Gewohnheit, wir könnten wunderbar auch ohne leben. Aber wenn ich den Kaffee weglasse, merke ich, was ich wirklich brauche: etwas Warmes zu trinken. Schwarzer Tee, roter Tee, Kräutertee, heißes Wasser…

Ich trinke all das ganz bewusst, langsam. Spüre, was dabei in meinem Körper passiert. Merke, wie die Unruhe allmählich nachlässt und wie ich nach und nach gelassener werde.

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