Ich wünsche mir… Wertschätzung

Gestern ging es um den Wunsch nach Erfolg. Zuerst dachte ich, es gebe kaum einen Unterschied zur Wertschätzung. Doch es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich bei einem Misserfolg auch den guten Willen und einen Teilerfolg wahrnehme oder ob ich eine Person wertschätze.

Denn hier geht es letztlich um die Frage, woraus ich meinen Wert beziehe.

Ich möchte stark sein, erlebe mich aber manchmal als schwach. Ich möchte erfolgreich sein, erlebe aber manchmal, wie ich trotz allen Bemühens versage. Was soll ich da noch schätzen?

Wenn wir unseren Wert an Faktoren wie Leistung, Geld, Macht oder Äußerlichkeiten bemessen, dann wird es immer Sieger und Verlierer geben. Einen Ausweg aus diesem Wettkampf bietet die Vorstellung, dass Gott alle Menschen geschaffen hat und dass er uns alle gleichermaßen liebt. Daraus haben wir unseren Wert. Wir müssen und können (!) uns diesen Wert nicht verdienen, er ist bei allen Menschen gleich. Deshalb, davon abgeleitet, gibt es eine allgemeine Menschenwürde, die man niemandem nehmen darf. Sie gilt gleichermaßen für alle Menschen, jung und alt, krank und gesund, Mann und Frau und selbstverständlich auch für alle Rassen.

Jeder, wirklich jeder Mensch ist wertvoll. Kann ich in mir und im Gegenüber das geliebte Kind Gottes erkennen?

Bild: Team Uwe Noelke

1 Comment


  • Sehr richtig. Unseren Wert haben wir alle nicht aus uns selber, sondern von Gott, unserem Schöpfer. Wenn wir wieder Gott mehr ins Spiel bringen würden, würden wir uns selber und unsere Nächsten wieder mehr wertschätzen, würden unsere Rangstreitigkeiten bald einmal als lächerlich entlarvt.

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