Adventstour mit Ohnmacht
16. Dezember 2016
Adventstour ohne Kerzen
18. Dezember 2016

Müde. Ich bin so müde.

Ich spüre quasi, dass mein Körper gerade die finale Schlacht gegen ein Heer von Viren ansteuert.

Aber es hilft nichts: die Arbeit ruft. Der Schreibtisch ist übervoll, gerade jetzt vor Weihnachten, und ein paar Termine lassen sich auch nicht aufschieben. Irgendwie muss ich funktionieren. Zum Glück gibt es ja die diversen Mittelchen zum schlucken, lutschen, sprudeln… aus der Apotheke. Bei Schnupfen zum Beispiel schwöre ich auf meine „Zauberpille“, dreimal täglich und meine Schwestern merken nicht mal, dass ich erkältet bin, kein Schniefen, kein Schnäuzen, der Kopf ist klar. Schlapp bin ich natürlich trotzdem.

Aber heute ist Samstag, da können wir sogar im Kloster länger schlafen. Ich werde das nutzen, um meinem Körper endlich zu geben, wonach er so sehr verlangt: Schlaf! Ich werde endlich darauf hören, was ich schon seit drei Tagen spüre: dass Schlaf das beste Heilmittel ist.

Warum glauben wir so oft, wir müssten funktionieren, auch wenn wir wissen, dass uns das nicht gut tut? Gerade jetzt im Advent sagen so viele, sie sehnten sich nach Ruhe und Frieden, sie würden gerne ein bisschen mehr Zeit mit der Familie verbringen und durchaus auch mal etwas besinnlich werden. Sie möchten sich auf Weihnachten vorbereiten und nicht in die Konsumfalle rauschen, in der das Fest zu einem oberflächlichen Event verkommt.

Und dann?

Wir hetzen von Geschäft zu Geschäft und von Termin zu Termin. Dabei muss das doch gar nicht sein. Natürlich: manches muss erledigt werden. Aber anderes… Ist wirklich alles so wichtig? Wir wissen doch, was uns wirklich fehlt. Wenn wir anfangen, besser darauf zu achten, werden wir auch Wege finden, uns Inseln der Ruhe zu schaffen.

3 Kommentare

  1. Ich wünsche einfach mal gute Besserung^^
    Ich selber muss gerade auch gegen Viren kämpfen. Ich bin nur froh, dass mir das nicht passiert ist, als ich meinen Opa besuchen wollte, ich hätte ihn damit umbringen können.^^

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